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Felsenbirne | Foto (c) Katharina Henne

Heute eine Augenweide ...

... und morgen ein Genuss oder: Nicht nur zur Zierde

von Vera Stadie

Felsenbirne | Foto (c) Katharina Henne

Überall an Parkwegen und in Gärten leuchten einem nun auffällig blühende Ziersträucher in kräftigen Farben entgegen: Da ist zum einen die Kupfer-Felsenbirne, deren weiße „Sternblüten“ in fotogenem Kontrast zum rötlichen Laubaustrieb stehen. Eine Etage tiefer heben sich die zitronengelbe Blütenbälle vor den glänzend grünen Blättern der Mahonie ab. In einigen Hecken überwiegt die Farbe orangerot, wenn dort dicht an dicht die Blütenschalen der widerstandsfähigen Zierquitte aufgegangen sind.

In allen Blüten summt und brummt es. Besonders Hummeln und Bienen nehmen den angebotenen Nektar dankbar an und sorgen so für die Bestäubung der Sträucher. Auf diese Weise entsteht aus der Augenweide für den Menschen und Insektenweide im Frühling der Genuss für Tier und Mensch im Sommer und Herbst.

Denn die Früchte dieser drei Exoten sind nicht nur essbar, sondern auch wohlschmeckend:
Die kleinen rot-violett-blauen Beeren der Felsenbirne reifen bereits im Juli/August. Wenn es gelingt, den gefräßigen Amseln zuvor zu kommen, lassen sich die süßlichen Früchte beispielsweise zu Konfitüre verarbeiten (siehe Früchte-Erkennungs-Heft Seite 18). Wenn man sie am Anfang der Reife pflückt, schmecken sie auch als Naschfrüchte noch frisch und leicht säuerlich.

Mahoni | Foto (c) Katharina Henne

Mahonie (siehe Früchte-Erkennungs-Heft Seite 20): Die blau bereiften Früchte der Mahonie geben eine intensive Farbe ab und sind nicht nur säuerlich, sondern auch leicht bitter. Das macht sie zu einer interessanten Grundlage für Liköre mit korrespondierenden Gewürzen, wie Zimt, Nelken oder Anis.

Die steinharten Zierquitten lassen sich in ähnlicher Weise wie die echten Quitten verarbeiten (siehe HAMBURGS WILDE KÜCHE Seite 47 und Früchte-Erkennungs-Heft Seite 22). Wir stellen gern einen Zierquitten-Likör her, indem wir die Früchte waschen und entkernen (mit den Kernen aufgesetzt verliert der Zierquittenlikör seine strahlend-gelbe Farbe) und die Fruchtstücke dann mit hochprozentigem Alkohol und etwas Zucker ein paar Wochen stehen lassen.

So paart sich die Freude über die aktuelle Blütenpracht mit kulinarischer Vorfreude.

Zum Weiterlesen:
HAMBURGS WILDE KÜCHE. Was wächst denn da & kann man das essen? (mehr ...)
FRÜHLINGS-HEFT KRÄUTER. Was wächst denn da & wie kann man es erkennen? (mehr ...)
HERBST-HEFT FRÜCHTE. Was wächst denn da & wie kann man es erkennen? (mehr ...)

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