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Oje, es regnet

Brennnessel-Limettenkuchen gegen Regen

von Lore Otto

Oje, es regnet.

Nachdem wir von den Meteorologen tagelang lausiges Wetter angekündigt bekamen und es stets trocken blieb und sogar die Sonne uns regelmäßig die Tage versüßte, regnet es jetzt.

Die Bank in meinem Garten tropft und ist nicht besitzbar …

Aber es ist gut zu sehen, wie die Kräuter in ihrer Nähe sprießen und den Regen genießen. Alles was in den letzten zwei Wochen aus der Erde gekommen ist, wird sich bei stetigen Plustemperaturen weiter aufmachen, die Welt deutlich grüner werden zu lassen.

Katharina und ich haben uns gestern im Jenischpark nach Baumblättern umgesehen und unsere Lieblingsblätter nicht gefunden. Sowohl Rotbuche als auch Linde sind noch nicht soweit. Dafür sind Weißdorn- und Holunderblätter schon deutlich zu erkennen. Aber die schmecken (uns) leider nicht.

Naja, dafür habe ich heute Morgen einen Brennnessel-Limettenkuchen gebacken (HAMBURGS WILDE KÜCHE, Seite 89). Die Brennnesseln sind nämlich jetzt großartig. Sie sind zart, aber auch schon so groß, dass man sich bei den im Rezept geforderten 150 g nicht allzu lange bücken muss. Hab ich’s schon erwähnt? Ich bin kein Fan der „nur die Harten kommen in den Garten“-Schiene. Ich benutze Gummihandschuhe zum Pflücken. Darin hat man genug Gefühl, um die Pflanzen an der richtigen Stelle zu packen und genug Schutz, um nicht gepiekst zu werden.

 

Ach, und gegen den Regen hilft vielleicht Erich Kästner:

„Der Regen regnet sich nicht satt.
Es regnet hoffnungslosen Zwirn.
Wer jetzt ‘ne dünne Schädeldecke hat,
dem regnet´s ins Gehirn.

Im Rachen juckt´s. Im Rücken zerrt´s.
Es blöken die Bakterienherden.
Der Regen reicht allmählich bis ans Herz.
Was soll bloß daraus werden?

(aus „Rezitation bei Regenwetter“, 1932)

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