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Basilikum (Ocimum basilicum) | Foto (c) Huskyherz / pixelio.de

Von der Sonne bereichert

Mittsommerkräuter und ihre Geschichten

von Vera Stadie

Basilikum (Ocimum basilicum):
Basilikum wurde auch Hexenkraut genannt, denn über die Jahrhunderte haben es die Hexen bei vielen Arten von Magie angewandt – zur Heilung und Kräftigung des Körpers, bei Liebeszaubern und verschiedenen Ritualen. Der Tipp von Anna Franklin, einer „praktizierenden Heidin“: „Fügen Sie dem mittsommernächtlichen Festmahl etwas Basilikum zu.“ Und auch für Nicht-Magier muss es nicht immer Pesto sein: siehe Hamburgs Wilde Küche, Seite 87: Kornelsauce auf Basilikumcreme.

Zitronenmelisse (Melissa officinalis):
Sie breitet sich bei diesem Wetter üppig in den Gärten aus, die Zitronenmelisse. Das widerstandsfähige, immergrüne Krautgewächs ist ursprünglich im südlichen Europa zu Hause, eine heilende und erfrischende Pflanze, in Südeuropa „Herzensfreude“ genannt. Dem regelmäßigen Trinken von Melissentee wird eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt. Von Llewelyn, im 13. Jahrhundert Prinzessin von Glamorgan, wurde behauptet, sie habe den Tee jeden Tag getrunken und sei 108 Jahre alt geworden. Studenten im 16. Jahrhundert wurde empfohlen, Melisse zu benutzen, da es den Geist kläre, den Verstand schärfe, und die Erinnerungsfähigkeit stärke. Melissentee kann Kopfschmerzen lindern, Spannungen lösen und auf Verdauungsstörungen, die auf Angst oder Depression zurückzuführen sind, eine positive Wirkung entfalten. Ein Melissenbad beruhigt und erfrischt Körper und Geist. Und Melissen-Eistee (Hamburgs Wilde Küche, Seite 94) ist ein ausgesprochen frisches Sommergetränk.

Zitronenmelisse (Melissa officinalis) | Foto (c) Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Die Rose steckt voller Symbol-Power und mit Rosen lässt sich angeblich auch zaubern: Wenn man jetzt eine Rose pflückt, sie in weißes Papier wickelt, beiseite legt und dann zur Wintersonnenwende trägt, soll einem angeblich ein ganz besonderer Mensch diese Trockenblume aus den Händen nehmen. Das müsste man oder frau ausprobieren ...

Rosenblütentee hat eine beruhigende Wirkung und soll auch bei entzündeter und empfindlicher Haut helfen. Später im Jahr lohnt sich das mühselige Sammeln der Hagebutten. Daraus lassen sich dann Leckereien wie Hagebutten-Marmelade (Hamburgs Wilde Küche, Seite 42) oder wildfruchtiger Herbstsalat (Seite 72) bereiten. Wer sich beim Sammeln wilder Früchte Gesellschaft und Unterstützung wünscht, ist herzlich willkommen bei den geführten Touren (Termine hier).

Hagebutten - mühseliges, aber lohnendes Sammeln

Genau jetzt soll man ihn ernten, den Thymian, weil jetzt der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Die duftenden, buschigen Pflanzen (Thymus vulgaris) stammen aus dem Mittelmeerraum. Die alten Griechen benutzten sie als Tempel-Räucherwerk. Als Räucherwerk wird Thymian empfohlen, wenn jemand Mut und Willenskraft stärken will und Kraft gewinnen, um sich Schwierigkeiten mutig zu stellen. Anna Franklin („Mittsommer – Feste & Rituale“) empfiehlt Thymian auch zur „spirituellen Reinigung Ihres Arbeitsplatzes“. Sie berichtet auch von Überlieferungen, nach denen zur Sommersonnenwende die Feen auf Thymianbeeten tanzen und dass Thymian eines der Kräuter sei, die dabei helfen, Feen zu sehen. Man kann aber auch Kräuterfladen vom Blech (Hamburgs Wilde Küche, Was wächst denn da & wie kann man es erkennen, Seite 59) backen und gucken, wer so kommt ...

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